10. Tag: Rolle – Nyon – Genf

Die Nacht war trocken gewesen, aber recht kühl. Unter einem Baum das Zelt aufzuschlagen war auch gut gewesen, denn so hatte sich kein Tau auf dem Aussenzelt abgesetzt. Wir gingen alles gemütlich an, denn heute waren nur 16 km geplant bis Nyon. Den Rest wollten wir per Schiff nach Genf zurücklegen. So nutzen wir auch die Gelegenheit zu Frühstücken direkt auf dem Campingplatz.

Die Wanderstrecke war dann leider nicht so spannend. Es war recht warm und es ging meist auf Landstrassen zwischen Feldern und Weinbergen entlang. Wie auch schon gestern konnte ich hier mit den Wandersandalen besser laufen, als mit den Stiefeln. Obwohl nur 16 km zog es sich hin und wir waren froh, am frühen Nachmittag endlich Nyon erreicht zu haben. Da noch Zeit war, bis das Schiff abfahren würde, suchten wir ein Café und aßen dort noch gemütlich einen Kuchen.

Endlich war es dann Zeit für das Schiff. Ich war erstaunt, wie viele Leute hier ausstiegen, der Strom an Menschen nahm kein Ende… Eingestiegen sind dann nur ein paar Hand voll verglichen damit. 🙂

Die Schifffahrt war sehr schön, mit dem Alpenpanorama am südlichen Ufer. Immer wieder hob sich stolz der Mont Blanc von den anderen Bergen ab und thronte weiß über der Bergkette.

In Genf angekommen landeten wir mitten in einem Rummelplatz, der ringsum auf der Promenade aufgebaut war. Zunächst schlenderten wir etwas dort entlang, entschieden uns dann aber, erst einmal die Jugendherberge zu suchen, damit wir uns unserer Rucksäcke entledigen konnten. Die Juhe war schnell gefunden und auch gar nicht so weit weg, was mich doch freute. Jetzt nochmal irgendwo weit durch die Stadt zu schlappen wäre nicht so mein Ding gewesen. Die Herberge wurde recht effizient geführt. Kleine Zimmer, 6 Betten so dicht wie möglich, jeder seinen großen Safe vor der Zimmertür, weil im Raum eh kaum Platz für Gepäck gewesen wäre. Wir teilten es uns mit einem anderen Pärchen.

Nun endlich von unseren Lasten befreit, bummelten wir noch etwas durch Genf und aßen in einem kleinen Cottage-Restaurant eine Miniportion einer der Speisen, die auf der Karten ausgeschrieben waren. Es gab recht interessante Gerichte, jedoch war die Lokalität wohl eher auf Weingenuss ausgelegt, denn wie schon angedeutet, waren die Portionen sehr klein und nur als Zugabe zum Getränk gedacht. Trotzdem sehr lecker! 🙂

Auf dem Weg zurück zur Juhe holten wir uns an einem der Jahrmaktstände noch jeder eine Crêpe, weil das Loch im Bauch irgendwie noch nicht ganz geschlossen war. 😉

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