2. Tag: Gwatt – Burgistein

Heute morgen wurde ich durch das Geräusch von Regentropfen geweckt. Es hatte in der Nacht begonnen zu regnen und ich machte mir Gedanken, ob wir das Zelt überhaupt würden trocken abbauen können.
Es wurde hell und als gerade eine Regenpause war, weckte ich Didi und sagte ihm, dass wir uns nun beeilen müssten, damit das Zelt – und vor allem das Innenzelt – trocken abgebaut werden konnte.
Wir hatten ausser dem Zelt schon alles eingepackt, da begann es wieder zu regnen.Also hiess es warten, bis wieder eine Regenpause kommen würde. Das dauerte eine Weile, aber schliesslich hatten wir doch Glück. Das Überzelt war zwar tropfnass, aber das Innenzelt nahezu trocken.
Auf den Stress hin gönnten wir uns noch ein Frühstück im Campingplatzrestaurant, denn inzwischen war es schon 8 Uhr.
Endlich konnten wir dann losziehen. Meine Stimmung war auf dem Nullpunkt, besserte sich aber mit der Zeit.

Auf dem Bild nicht ganz ersichtlich aber in echt sah das richtig mystisch aus.

Der Regen hielt noch fast 2 Stunden an, ab da wurde es aber besser. Sobald es nur noch nieselte zogen wir unsere Regenponchos aus und liefen so weiter. Zwischendurch versuchte ich es mal mit Schirm, den ich, trotz vorheriger Skepsis, mitgenommen hatte. Ich muss sagen, ich verstehe nun die Regenschirmfraktion aus dem Pilgerforum etwas besser, denn es lief sich damit ganz angenehm.
Leider dauerte die Euphorie nicht allzu lange, denn ich machte den Fehler den Schirm, nachdem ich ihn nicht mehr brauchte, auf dem Wheelie festzustecken. Er muss sich dann irgendwann unbemerkt gelöst haben, denn er war auf einmal weg. So werde ich das Regenschirmgefühl auf diesem Weg wohl nicht mehr geniessen können.
Ansonsten war der Weg ein ständiges auf- und ab. Einige Teerstrassen, die unsere Füsse schnell ermüden liessen. Am Ende noch ein starker Anstieg bis nach Burgistein, wo wir auf dem Campingplatz übernachten wollten. Wir wurden dort sehr nett begrüsst von einem gemütlichen älteren Herren, der diesen Platz mit seiner Frau zusammen führt. Es gefällt uns dort wirklich sehr gut.
Das Überzelt war tropfnass, als wir es herausholten. Wir breiteten es erst einmal auf der Wiese aus und ich war erstaunt, wie schnell es trocken wurde, obwohl die Sonne nicht schien. Die schwülwarme Luft reichte schon.
Für morgen Abend haben wir heute noch in der Pilgerherberge in Heitenried reserviert, denn dort möchte ich unbedingt übernachten!

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