11. Tag: Lungern – Brienz

Hab ganz schlecht geschlafen, was einerseits am Seidenschlafsack, an einer nervigen Mücke und andrerseits an Didis Schnarchen lag. Außerdem ist Schlafen im Stroh nicht wirklich was für mich. Morgens war es recht kühl und das Stroh ist doch recht hart. Der Seidenschlafsack nerft beim Schlafen, weil er so leicht ist und ich immer Angst habe, dass er zerreisst wenn ich mich umdrehe…

Das Frühstück dort war aber lecker, wir haben uns gut mit der Besitzerin unterhalten und auch einen Stempel haben wir von ihr bekommen.

Am Anfang unserer heutigen Etappe ging es viel bergauf. Der Weg gefiel mir gar nicht, war auch etwas unheimlich, da überall Steinschlagnetze aufgespannt waren – aber erst unten an der Strasse, wir mussten unterm Felsen laufen. Später schnauften immer wieder Langstreckenläufer an uns vorbei, da heute hier ein 50-km-Lauf entlang führte. Ein gutes Stück ging an Gleisen entlang, die wir immer wieder überschreiten mussten. Auch dabei fühlte ich mich nicht so wohl, da die Stellen manchmal nicht gerade übersichtlich waren.

Oben auf dem Pass hatten wir einen schönen Blick auf die Berge.

Bald wurde der Weg angenehmer und mutete fast mystisch an.

Hier trafen wir auch wieder auf unsere 3 Pilger von gestern.

Steil ging es bergab nach Brienzwiler…

…wo wir an einem hübschen Brunnen Rast machten.

Zwischen Hofstetten und Brienz fing es wieder an zu regnen und wir hielten erst mal unter einem Baum an, um den stärksten Guss etwas abzuwarten. Da holten uns die Pilger wieder ein. Sie erzählten uns, dass sie nur bis zur Jugendherberge in Brienz laufen wollten. Mir war das aber eigentlich zu kurz als Etappe für heute und ich äusserte mich noch nicht konkret, ob wir uns anschliessen würden. Mit Didi sprach ich dann noch über die restliche Strecke, und angesichts der Tatsache, dass es bis Interlaken ja auch nicht mehr so sehr weit war und als morgige Etappe grade recht, beschlossen wir, doch auch hier in der Jugendherberge einzukehren.

In der Jugendherberge warteten im Eingangsbereich schon unsere 3 Pilger und noch andere Leute, denn der Empfang war noch nicht besetzt. Nach zwei Stunden kam endlich jemand und wir konnten unser Matratzenlager beziehen.

Während des Abendessens lernten wir die Pilger etwas besser kennen und unterhielten uns über unsere Erfahrungen. Der ältere Herr war schon ein paar Tage unterwegs und hatte das jüngere Paar in der Vergangenheit zum Probepilgern eingeladen. So hatten sie sich auf der Strecke verabredet und waren ein paar Tage zusammen gepilgert.

Tageskilometer: 14 km

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