8. Tag: Schwyz – Buochs

Heute sind wir nur schwer aus den Betten gekommen. Da es direkt in der Unterkunft kein Frühstück gab, man aber, wenn es gebucht war, im nahegelegenen Café eines bekommen konnte, begaben wir uns erst einmal dorthin.

Anschliessend ging es nach Brunnen. Wir hatten am Vortag überlegt, eventuell gleich bis dort hin zu laufen, aber es zog sich schon ganz schön, so dass wir froh waren, es nicht umgesetzt zu haben.

In Brunnen wollten wir mit dem Schiff über den Vierwaldstätter See nach Treib fahren. Da wir bis zur Abfahrt aber noch etwas Zeit hatten, aßen wir solang in einem Café Pflaumenkuchen und tranken Schoki dazu. In Treib muss man sich entscheiden, welchen Weg man gehen will. Für den einen Weg hatte ich gelesen sollte man schwindelfrei sein, so fiel der für mich schon mal weg und wir nahmen die Alternativstrecke. Dafür durften wir mit der Zahnradbahn noch ein Stück nach oben fahren.

Der folgende Weg verlief erst lang an der Strasse, dann ging es etwas hügeliger durch den Wald. Die Waldstrecke hat mir sehr gut gefallen. Es regnete den ganzen Tag und wir waren froh, im Wald eine trockene Wanderhütte zu entdecken, in der wir vespern konnten.

In Emmetten goß es in Strömen. Wir suchten Schutz unter dem Vordach einer Kapelle, bis er etwas nachliess. Eigentlich waren wir schon ganz schön fertig, aber hier oben gab es keine günstigen Unterkünfte – wir zogen weiter.

Und nun kam ein Abschnitt, der für mich fast unzumutbar war. Wir stiegen von Emmetten nach Beckenried hinunter. Der Abstieg war wieder recht steil. Und das schlimme war: Man sah direkt runter zur Autobahn die ganz unten vorbei führte! Mir wurde ganz schlecht bei dem Anblick, zumal der Pfad nur ganz schmal war… Wenn Bäume da gewesen wäre, wäre das wohl weniger ein Problem gewesen. So machte ich das Beste draus, stapfte tapfer hinter Didi her, dem das Ganze gar nichts ausmachte, und hielt den Regenponcho immer so hin, dass ich den Abgrund nicht sah. Das klappte auch ganz gut, obwohl mir die Konzentration ganz schön viel Kraft nahm. Konzentration, damit meine Angst nicht überhand nahm. Immer schön auf den Meter vor mir schauen, an nichts anderes denken…

Nach einer – wir es mir schien – Eeeewigkeit, kamen wir endlich unten an.

Unseren Kräften nach hätten wir jetzt eigentlich Feierabend machen sollen, aber wir hatten Schlafen im Stroh in Buochs geplant und wollten das noch erreichen. So stapften wir durch den Regen am See entlang und es war wieder mal weiter, als wir uns gedacht hatten. In Buochs angekommen, hatten wir absolut keine Lust mehr, noch den Hof  mit dem Stroh zu suchen und beschlossen, ein Hotel zu nehmen, wenn es auch teuer war. Dafür war es sehr gemütlich und wir haben vorzüglich gegessen.

Tageskilometer: ca. 24 km

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