5. Tag: Gibswil – Rapperswil

Bin schon um 3 Uhr wieder aufgewacht. Um 21 Uhr schlafen gehen ist halt doch zu früh für mich. Das Einschlafen fiel mir dann sehr schwer, aber irgendwann klappte es doch noch.

Nach dem leckeren Frühstück machten wir uns auf den Weg. Zuerst hatten wir noch die Hoffnung, das Wetter (es hatte nachts geregnet) würde besser, aber es regnete dann fast den ganzen Tag, so dass mein Kraxnponcho so richtig eingeweiht wurde.

Man konnte hier hinter Gibswil das erste Mal die höheren Berge sehen, schade war nur, dass alles wolkenverhangen war, aber auch das hatte seinen Reiz.

Es ging hauptsächlich über Asphaltstraßen, was in dem Moment vor allem für Didi mit seinen Turnschuhen sehr angenehm war, weil so die Füße nicht so nass wurden. Meine Wanderschuhe haben sich übrigens sehr bewährt, es kommt kaum Nässe hinein (erst nach einem ganzen Tag im Regen merkt man ein bisschen was). Bisher hatten wir auch beide keinerlei Probleme mit Blasen o.ä. Unter meinem Poncho fühlte ich mich fast wie in einem Zelt. Da ich den teureren genommen hatte, der atmungsaktiv ist, hielt sich auch die Stauwärme in Grenzen. Was allerdings ganz schnell abgerissen ist, war der Bändel, der ihn unten mit dem Vorderteil zusammenhält, aber das war eh nicht so wild.

Da es kaum Auf- und Abstiege gab, war es heute recht angenehm zu laufen.

In Rapperswil kamen wir dann gegen 15 Uhr an und gönnten uns in einem Café erst mal was Leckeres. Die schweizer Schoki mag ich sehr gern, sie schmeckt viel besser als bei uns. Naja wen wundert’s – Schweizer Schokolade halt!

Rapperswil hat uns sehr gefallen und wir haben fast überlegt, einen Tag hier zu bleiben. Aber andrerseits hatte ich keine Lust auf einen Unterbrechung und so verwarfen wir das wieder.

Auch die Herberge war schnell gefunden und wir waren sehr begeistert von ihr.

Ich kann jedem nur empfehlen, hier einmal zu übernachten, es ist ein Traum! Was von aussen noch nicht so aussieht, ist von innen eine völlig renovierte Unterkunft, liebevoll gestaltet und geführt. Wir fühlten uns sofort wohl dort. Natürlich waren wir nicht alleine. Die Frau, die in Kreuzlingen nach dem Weg gefragt hatte, war auch da, wollte/musste aber ein paar Tage hier bleiben, da sie ganz schlimme Blasen an den Füssen hatte. Die Nacht davor hatte sie auf dem Hörnli verbracht, erzählte aber nicht sehr positiv darüber. Gut, dass wir in Fischingen so gut untergekommen waren.

Auch die Hospitalera war super und erzählten von ihren Erfahrungen.

Am späten Nachmittag waren wir noch cachen, aber haben leider nichts gefunden. Irgendwie haben die errechneten Koordinaten des Multis nicht gestimmt und bei den andren zu viele Muggel unterwegs…

Dafür haben wir aber viel von der Stadt gesehen. Durch das viele Herumlaufen waren wir dann  ganz k.o. Den Abend verbrachten wir in angeregtem Gespräch mit der „Herbergsmutter“ (es gibt keine festen Herbergseltern, sondern es kommt immer ehrenamtlich jemand vom Verein her und lässt die Pilger hinein) und der anderen Pilgerin. Ausserdem hatte sich noch ein junges Pärchen eingefunden, die wir aber nicht näher kennen lernten, da sie erst später kamen und dann gleich schlafen gingen.

Tageskilometer: 18 km (ohne den Stadtrundgang ^^)

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