Irlandreise – 2.Tag

Da wir alle keine Langschläfer sind, ging es schon früh am Morgen wieder los. Wir packten unsere Koffer, checkten aus und fuhren nach Dublin rein, um in einem Laden zu frühstücken, den wir uns am Abend zuvor schon ausgeguckt hatten.
Das war ein Lebensmittelgeschäft mit angeschlossener Caféteria, in dem man sich das Frühstück an einer Theke zusammenstellen lassen konnte je nach Wunsch.
Mein Sohn und ich waren mutig und haben uns ein echtes irisches Frühstück, eingepackt in einem Baguette, richten lassen.
Ich war zuerst etwas skeptisch, da die Würstchen doch etwas komisch aussahen – aber doch neugierig, wie das wohl schmecken würde. Überrascht stellten wir fest, dass es sogar recht lecker war. Es nannte sich Breakfast Roll und beinhaltete 2 Würstchen, gebratenen Speck, ein Spiegelei, 2 Arten Pudding – weiß und schwarz – (kein Pudding wie bei uns, dort ist Pudding eine Art Fleisch-Brotteig mit ganzen (Weizen-)Körnern). Im Prinzip das selbe wie auf dem Bild hier:

Verpackt sah es dann so aus:

Die Chips und das Getränk waren in dem Special-Preis enthalten.

Frisch gestärkt kauften wir auch gleich in dem Laden unsere Lebensmittel ein, denn das Wochenende stand bevor und wir mussten uns ja irgendwie verköstigen (später stellten wir fest, dass in Irland der Sonntag nicht so heilig ist wie bei uns, die Läden haben auch sonntags offen. ^^)
Die Einkaufswagen dort fand ich ganz lustig, aber bisschen wackelig das Ganze.

Anschliessend bummelten wir durch die Sadt und versuchten die ein oder andere Sehenswürdigkeit dabei mitzunehmen.
Leider fanden die Kinder das gar nicht so spannend, so dass die Tour, die ich mir vorgestellt hatte, stark abgespeckt werden musste. smilie_denk

Unter anderem kamen wir am ältesten Pub, dem „Brazen Head“ vorbei:

Er sieht zwar von aussen sehr klein aus, ersteckt sich aber nach hinten in mehrere Räume. Die Fassade ist nur ein Durchgang, der in einen Innenhof führt, in dem mehrere Tische und Bänke sehr atmosphärisch hergerichtet sind. Die Räume dahinter sind sehr urig eingerichtet und es gibt ständig musikalische Veranstaltungen dort.

Natürlich musste ich auch in diverse Kirchen hinein schauen. Eine davon war recht alt, die St. Audeons Church.

Ein Teil davon ist nur noch Ruine, ein anderer jedoch renoviert und teilweise mit einem Neubau verbunden. Die Kapelle jedoch wird immer noch für Gottesdienste verwendet. Ausserdem waren einige alte Siegel und Statuen ausgestellt.
Eintritt war frei.

Leider hatten wir mit unseren Besichtigungen auch etwas Pech. So mussten wir das geplante Castle ausfallen lassen, weil die erste Führung erst am Nachmittag war und für die Bibliothek mit dem „Book of Kells“ war uns der Eintritt zu teuer.

Gerne hätte ich noch die Kathedralen angeschaut, aber die Geduld der Kinder war zu Ende, so dass wir uns dann doch zum Auto aufmachten, hatten wir doch noch eine lange Strecke zu fahren bis Killarney.

Da ich mir noch gerne Glendalough ansehen wollte, das nicht weit von Dublin entfernt liegt, machten wir dort noch einmal Halt.
Glendalough ist wunderschön in einem Tal mit 2 Seen gelegen.
Im 6. Jahrhundert liess sich der Heilige Kevin hier als Eremit nieder. Bald jedoch hatte er so viele Schüler, dass er ein Kloster dort gründete. Nach und nach wuchs die Gemeinde immer mehr an, so dass auch immer mehr und grössere Gebäude hinzu kamen.
Heute sieht man von den ganz alten Gebäuden nur noch Ruinen, von den neueren kann man sich ein ganz gutes Bild machen, wie es damals dort ausgesehen haben mag.

Man kann hier auch sehr schöne Wanderungen um die Seen und auf die umliegenden Hügel machen.

Da die Besichtigungsrunde viel länger dauerte, als ich gedacht habe, waren wir recht erledigt, bis wir alles gesehen hatten, aber es war sehr schön dort und ich empfehle jedem, der Interesse hat, es zu besuchen. Es lohnt sich wirklich!

Nun stand die lange Fahrt nach Killarney an. Die Kinder haben die meiste Zeit geschlafen und da wir uns an die Nationalstrassen hielten und nicht auf der Autobahn fuhren kamen wir erst nach Mitternacht am Gap of Dunloe, wo unser Ferienhaus stehen sollte, an.
Dadurch, dass es schon dunkel war und es in dieser Gegend keine Hausnummern sondern nur Cottage-Namen gibt, mussten wir aber noch eine gute halbe Stunde suchen, bis wir es schliesslich fanden. Wir sind ein paarmal dran vorbei gefahren, dachten aber, dass da jemand wohnt, weil Licht im Eingang an war. Später stellte sich heraus, dass wohl die Zeituhr für das Licht nicht richtig eingestellt ist.
Erschöpft fielen wir erst mal in die Betten, alles andere konnte bis zum nächsten Tag warten. joyful

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