9. Tag: St. Niklausen – Lungern

26 km …

Ein schöner, aber warmer Tag. Viel am See entlang. Am Ende etwas herumgeirrt. Nun in einer tollen Unterkunft und gut bekocht. 

Später mehr … 🙂


8. Tag: Stans – St. Niklausen

15 km

Habe heute Nacht sehr gut geschlafen! 

Nach einem leckeren Frühstück zogen wir wieder weiter. Es ging vor allem bergauf über die Hügel und Wälder. Eine sehr schöne Etappe, jedoch ermüdet das ständige leichte Bergaufgehen doch sehr. Darum waren wir froh, obwohl erst 15 km gelaufen, Haus Bethanien vor uns zu sehen.

Den Nachmittag wollten wir dafür nutzen, uns Flüeli anzusehen, doch schon der Hinweg fiel uns schwer. Hunger hatten wir auch und es dauerte länger, als wir angenommen hatten. Ich hatte gehofft, dass bei solch einem Touristenmagneten die Restaurationen Montags nicht zu hätten, wurde aber schwer enttäuscht … nur ein billiges Bistro, das uns eigentlich gar nicht anmachte, war offen. Der Hunger siegte und wir aßen zumindest ein paar Pommes…

Beim Gedanken, den Weg wieder zurücklaufen zu müssen, graute uns. So nahmen wir den Bus. Von unserem Standort aus konnten wir unser Ziel sehen, aber es lag eben die tiefe Schlucht dazwischen. Mit dem Bus mussten wir dafür erst mal nach Sarnen fahren und von dort wieder hoch nach Niklausen. Wirklich der nächste Weg. Aber wir waren einfach zu k.o.

Jetzt chillen wir hier im Haus Bethanien in der Bibliothek und warten, bis es Abendessen gibt.  🙂


Nachtrag zum 7. Tag

Ich war sehr gespannt auf diese Etappe, da sie das letzte mal so schlimm für mich gewesen ist. 

Ich wollte diesmal den Weg am Hang ausprobieren, dafür aber bei Emmetten den Abstieg nach unten umgehen. Der Weg ab Treib war dann sehr schön, es ging erst einmal gut bergauf, später schön durch den Wald, mit Trampelpfad, so wie ich es liebe. Als wir zu den Abschnitten kamen, an denen es runter ging, hatte ich schon ganz schön Bammel, aber es gab nur 2 kleine Stellen die schlimm für mich waren. 🙂

Im Emmetten liefen wir eine Alternativroute, die ich im Internet gefunden hatte. Es ging noch etwas bergauf, dann aber sehr schön auf der Höhe. Der Abstieg wurde dann noch etwas abenteuerlich, denn er war recht steil und steinig und schien wenig begangen. Hat uns aber viel Spass und Spannung gebracht. 🙂

Der Rest des Weges war eher unspektakulär, durch Beckenried, wo wir vesperten, am See entlang bis kurz vor Stans. Dort hatten wir in einem Bauernhof ein Zimmer reserviert. Es war alles renoviert dort und hat uns gut gefallen.

In Stans ganz schnell den Italiener gefunden und uns dort das wohlverdiente Abendessen schmecken lassen. Dadurch waren wir so müde und kugelrund, dass ich gestern nichts mehr schreiben konnte.

Über den heutigen Tag berichte ich später, jetzt schauen wir uns erst mal Flüeli an. 🙂


7. Tag: Brunnen – Stans

25,2 km

Sind sehr müde, drum heute keine Geschichte. Sind gut in Stans angekommen! 🙂


6. Tag: Einsiedeln – Brunnen

25,5 km

Das Gewitter war ein Schauspiel sondergleichen. Die Regenwand wanderte sichtbar auf uns zu. Vom Fenster aus konnten wir sie gut beobachten. Als sie über uns war prasselte es wie verrückt.  Auch Hagelkörner waren dabei. Der Donner knallte extrem laut auf die grellen Blitze hin. Da waren wir alle recht froh hinter den dicken Klostermauern sitzen zu können.

Duch das frühe Frühstück (6:45 Uhr) kamen wir wieder früh los. Der Regen hatte aufghört, es hatte merklich abgekühlt. Die Wolken und Nebelfetzen zogen nach oben, so dass ich guter Dinge war, dass es nicht mehr regnen würde. Ich sollte recht behalten. 🙂

Etwa 2 Stunden lang wanderten wir in dem ebenen Hochtal am Fluss entlang. Alles roch so frisch und es war angenehm kühl. Danach der Aufstieg zum Hagenegg. Der höchste Punkt des Schweizerischen Jakobswegs! Es ging wieder sehr steil hinauf. Aber da es nicht so heiss war, konnten wir ohne Pause bis nach oben steigen. 

Wir aßen in der Wirtschaft oben zu Mittag und dann ging es, genau so wie bergauf wieder bergab. Das ging ganz schön in die Knie! 

In Schwyz bekam Mareike noch ein kleines Eis zur Stärkung und dann zogen wir noch das letzte Stück zum Kloster Ingenbohl, in dem wir heute übernachten werden. Auch für morgen haben wir schon etwas reserviert, da die Unterkünfte bei Stans etwas rar gesät sind.

Es ist schön, dass einige Pilger unterwegs sind, die wir immer wieder treffen und die die selben Unterkünfte haben. 🙂


5. Tag: Rapperswil – Einsiedeln

17,1 km

Der Keller war gar nicht so schlecht, denn es war – im Gegensatz zu oben – schön kühl dort und ruhig. Bis auf die Wasserspülungen, die stets bei uns herunterrauschten.

Gegen 6 Uhr sind wir aufgewacht und hörten schon die anderen Pilger rumoren. So sind auch wir aufgestanden und haben nach einem einfachen Frühstück die Sachen gepackt. Schon jetzt in der früh war es warm und wir waren froh, so bald loszukommen.

Der erste Teil über die Holzbrücke war schön gemütlich, der Aufstieg zum Etzel dann wieder sehr kraftraubend. Trotzdem die zweite Hälfte wunderschön im Wald über Wurzelwege.

Oben belohnten wir uns mit einem (teuren) Apfelsaftschorle. Danach ging es immer wieder auf und ab bis nach Einsiedeln. Das letzte Stück zog sich noch, denn es war auf der Straße und die Sonne inzwischen gut warm.

Am Kloster fragten wir nach Unterkunft und bekamen die zwei letzten Betten. 🙂

Nachdem wir unsere Betten im dem 6er-Schlafraum gesichert hatten, saßen wir reichlich zu Mittag. Da mussten wir uns erstmal faul auf die Betten legen und verdauen. Bald schon kamen dann die anderen Pilger, die wir schon aus Rapperswil kannten.  🙂

Wir besuchten die Vesper, im der die Mönche sehr schön gesungen haben. Und bewunderten die Schwarze Madonna. Sie ist wunderschön und keine Kamera der Welt kann diese Schönheit einfangen …

Zum Kloster gehört auch ein Pferdestall, dem wir natürlich auch amgesehen haben. Sie haben sehr viele Pferde dort und wir schauten eine Weile bei einer Reitstunde zu, bis es um 18 Uhr Zeit für’s Abendessen war.

Der Himmel hat sich verdunkelt und man hört Donner grollen.  Es wird also über Nacht Abkühlung geben. Morgen stejt wieder eine längere Etappe an. Mal sehen, wie weit wir da kommen.  🙂


4. Tag: Wattwil – Rapperswil

29,2 km

Wir mussten früh aufstehn, denn es gab schon um 6:30 Uhr Frühstück. Das war uns ganz recht, denn wir wollten eh früh los.

Der Berg war heute nicht mehr so furchterregend wie gestern und wir kletterten ihn tapfer hinauf. Im Kloster haben wir ein Pärchen kennengelernt, die auch auf dem Jakobsweg sind, aber das Gepäck transportieren lassen. Die beiden haben wir danach noch ein paarmal unterwegs getroffen. Auch einen weitern Pilger haben wir kennengelernt.  

Der Weg war heute wunderschön. Wie im Bilderbuch.  Nach dem Berg ging es fast nur noch sanft bergab. Zwar auch viel Asphalt, aber trotzdem angenehm. 

Nachdem wir in St. Gallenkappel zu Mittag gegessen hatten, beschlossen wir, bis Rapperswil durchzulaufen. Es war inzwischen ganz schön warm geworden und deswegen auch anstrengender als am Morgen. Vor allem an der Straße. Das letzte Stück verlief dann noch wunderschön im Wald.

An der Herberge angekommen, erfuhren wir, dass eigentlich schon voll war. Der Pilger, den wir vorher schon getroffen hatten verzichtete für uns auf seinen Platz und wir bekamen 2 Notbetten im Keller. 🙂

Nach dem Duschen brachten wir ein paar überflüssige Sachen zur Post. Das war ein ganz schöner Act, weil wir angeben mussten, was drin ist und was es Wert ist … und teuer war es dann auch. 😦

Nun stärken wir uns in einer Pizzeria und lassen den Abend ausklingen. 🙂